Mittwoch, 23. Januar 2008

Repräsentative Umzugsstudie beweist: Frauen sind mobiler als Männer

Dorf und Kleinstadt beliebter als Metropolen

Die Deutschen sind mobiler als oft vermutet: Fast die Hälfte aller Deutschen (46,0 Prozent) ist in ihrem Leben schon mehr als fünfmal umgezogen. Einer der häufigsten Gründe ist der Beruf. Deutliche Unterschiede gibt es im Umzugsverhalten der Geschlechter, aber auch zwischen Ost und West. Zu diesen Ergebnissen kommt eine aktuelle repräsentative Umfrage der Innofact AG im Auftrag des Internet-Portals "Meine Nachbarschaft".

Durchschnittlich ziehen die Deutschen 4,59 Mal in ihrem Leben um; Frauen deutlich häufiger als Männer (4,94 vs. 4,27 Umzüge). Über die Hälfte der Frauen (52,3 Prozent), aber nur 40,1 Prozent der Männer haben in ihrem Leben schon mehr als fünf Umzüge miterlebt.

Umgekehrt sind nur 4,5 Prozent der Menschen hierzulande noch nie umgezogen. Allein in den letzten zehn Jahren haben die Deutschen durchschnittlich 2,19 Mal ihr Domizil gewechselt - ein Beweis für die zunehmende Mobilität. Dabei gilt: Je jünger, desto öfter - denn durchschnittlich sind die unter 29-Jährigen in den letzten zehn Jahren 2,89 Mal umgezogen, die 30 bis 49-Jährigen 2,41 Mal und Menschen ab 50 Jahren nur 1,38 Mal.

Der Ruf der "lockenden Großstadt" bestätigt sich dabei nicht: Wer den Ort wechselt, zieht eher in ein Dorf (35,7 Prozent) oder eine Kleinstadt (35,9 Prozent) als in eine Großstadt (28,4 Prozent). Am ehesten ziehen die Deutschen an einen Ort, der ähnlich groß ist wie der bisherige Wohnort. Jüngere Menschen bis 29 Jahre neigen am ehesten dazu, den Schritt in die Großstadt zu wagen.

Der Hauptgrund für den letzten Umzug war laut Studie der Wunsch nach einer schöneren Wohnung (23,3 Prozent). Bereits auf Platz zwei folgen mit 18,1 Prozent berufliche Gründe. Auch hier gibt es geschlechterspezifische Unterschiede: 22,7 Prozent der Männer, aber nur 13,4 Prozent der Frauen sind zuletzt wegen des Berufs umgezogen.

Auf dem dritten Platz liegt der Wunsch, mit dem Partner zusammen zu wohnen (15,2 Prozent). Ein interessantes demographisches Ost-West-Detail: Familienzuwachs war bei immerhin 13,6 Prozent der Befragten in den alten Bundesländern, aber nur bei 7,9 Prozent in den neuen Bundesländern der Grund für den letzten Umzug.

Große Unterschiede zwischen West und Ost gibt es auch hinsichtlich der Frage, wohin umgezogen wird: Während in den alten Bundesländern nur 35,1 Prozent der Befragten zuletzt innerhalb ihres Orts umgezogen sind, war dies in den neuen Bundesländern bei über der Hälfte der Menschen (51,8 Prozent) der Fall. Insgesamt sind in Deutschland 39,3 Prozent der Befragten beim letzen Umzug in ihrer Gemeinde geblieben, 60,7 Prozent sind in einen anderen Ort gezogen.

Wer die Gemeinde wechselt, tut dies meist aus beruflichen Gründen, egal ob er aus einem Dorf, einer Kleinstadt oder einer Großstadt kommt. Auch für Umzüge von West nach Ost beziehungsweise umgekehrt ist der Beruf mit deutlichem Abstand der Hauptgrund. Der Austausch zwischen alten und neuen Bundesländern ist allerdings sehr begrenzt: Nur 3,2 Prozent der Befragten sind von den neuen in die alten Bundesländer gezogen. Umgekehrt waren es sogar nur 2,3 Prozent.

Online-Portal "Meine Nachbarschaft" hilft, sich vorab über Wohnort
zu informieren Die Umfrage zeigt, dass die meisten Umzüge zu über 60 Prozent in einen neuen Ort führen. Vor diesem Schritt stellen sich viele Fragen, beispielsweise zur Infrastruktur des neuen, oft unbekannten Wohnorts: Ist die Gegend kinderfreundlich, wo ist die nächste U-Bahnstation, gibt es einen guten Bäcker oder einen schönen Park in der Nähe?

Fragen, die keiner besser beantworten kann als Anwohner. Daher hat ImmobilienScout24 das neue Online-Portal "Meine Nachbarschaft" gestartet. Unter www.meinenachbarschaft.de können sich zukünftige und bestehende Anwohner austauschen und nützliche Ratschläge weitergeben. Sie können Informationen zu ihrer Gegend auf der Website veröffentlichen und suchen sowie im Nachbarschaftsforum mit Anwohnern in Kontakt treten.

Die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact erfolgte im Januar 2008 mit einer bevölkerungsrepräsentativen Stichprobe von 1.031 Teilnehmern.

Weitere Informationen zur Community "Meine Nachbarschaft": www.meinenachbarschaft.de

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-dpa -

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